GRAFIS V11 - Schnittkonstruktion auf höchstem Niveau

Bild 1: Modellübersicht
Bild 1: Modellübersicht

GRAFIS ist eine moderne CAD-Software für die Bekleidungskonstruktion. Sie ermöglicht das Erstellen und Bearbeiten von Schnitten, deren Gradierung und die Ausgabe auf Drucker und Plotter sowie den Export der fertigen Schnittmuster in verschiedenen Datenformaten. Darüber hinaus enthält GRAFIS ein Schnittbildlegeprogramm, mit dem die fertigen Modelle ausgelegt und anschließend geplottet werden können. Auch die Ausgabe auf Cutter ist möglich. Das CAD-System GRAFIS kommt in der Industrie, im Handwerk und in Schulen zum Einsatz.

Insbesondere die interaktiven Grundkonstruktionen erlauben eine äußerst flexible und anwenderfreundliche Schnitterstellung und -bearbeitung. Speziell bei der Anfertigung von Maßschnitten bzw. Maßkonfektion zeigen sich die besonderen Stärken von GRAFIS.

Erstschnitt

Bild 2: Maßtabellen
Bild 2: Maßtabellen

GRAFIS arbeitet bei der Erstellung von Schnitten nach dem Konstruktionsprinzip. Der Ausgangspunkt für die Arbeit mit GRAFIS sind in der Regel Körper-Maßtabellen, die in verschiedenen Maßsystemen abgelegt werden. Diese Maßtabellen können Standard- oder individuelle Größen repräsentieren. Der Aufbau der Maßtabellen ist abhängig vom Maßsystem. Zusätzlich zu den im GRAFIS enthaltenen Maßsystemen können eigene Maßsysteme eingebracht werden. Auf die Maßtabellen greifen die zum Lieferumfang gehörenden interaktiven Grundkonstruktionen zu.

Bild 3: Individuelle Maßtabelle
Bild 3: Individuelle Maßtabelle

GRAFIS bietet eine große Anzahl interaktiver Grundkonstruktionen, wie Oberteile, Hosen, Röcke, Ärmel, Kragen und Taschen. Die Grundkonstruktionen von GRAFIS sind gespeicherte Konstruktionsvorschriften, die immer wieder mit den jeweils eingestellten Maßtabellen neu berechnet werden. Diese interaktiven Grundkonstruktionen können sehr leicht durch Anklicken und Ziehen oder durch Eingabe von Werten verändert werden und bieten eine Fülle von Möglichkeiten zur Passformoptimierung und zur Modellmodifikationen.

Gradierung

Bild 6: Gradierung
Bild 6: Gradierung

Alle Schritte der Modellentwicklung werden in einem Protokoll gespeichert und können mit den Körpermaßen der zugrunde liegenden Maßtabellen neu berechnet werden. Das Gradieren in GRAFIS ist somit kein Sprungwertgradieren, sonder ein Neu-Berechnen der gesamten Konstruktionsvorschrift.

Nachträgliche Veränderungen der Modellentwicklung sind über die Änderung von Parametern möglich.

Bild 7: Abwandlungen
Bild 7: Abwandlungen

Alle Werte, die als Parameter angelegt wurden oder Parameter der interaktiven Konstruktion sind, können verändert werden. Auch die Beeinflussung der Gradierung durch Stützgrößen abhängige Einstellungen einzelner Punkte ist möglich. Da GRAFIS mit einer Vererbung arbeitet, werden automatisch Abhängigkeiten zwischen den Teilen hergestellt. Eine Veränderung des Entwicklungsteils führt nach Neuberechnen aller Teile direkt  zu einer Anpassung der abhängigen Schnittteile. Diese Abhängigkeit bewirkt eine effektive und schnelle Erstellung von Modellvarianten.

Sprungwertgradieren

Bild 8: Sprungwertschnitt
Bild 8: Sprungwertschnitt

Alternativ zu der Gradierung über das automatische Abarbeiten des Protokolls ist es auch möglich, mit Sprungwerten zu gradieren. Dieses Gradierverfahren wird vor allem bei digitalisierten und importieren Schnitten verwendet. Das Verwenden von Funktionen wie beispielsweise die Sprungwert-Bibliotheken erleichtern den Gradierprozess.

Schnittbild

Bild 9: Schnittbildprogramm
Bild 9: Schnittbildprogramm

Das Schnittbildprogramm bietet eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, die das Material, die Teile und die Größen betreffen. Neben den üblichen Funktionen zum kantengenauen Auslegen der Teile einschließlich Drehung, Spiegelung und Einstellung von Sicherheitsabständen und -zugaben gibt es auch Funktionen für spezielle Anwendungen. Dazu gehören beispielsweise Muster- und Abpasspunkte für die Auslage von Streifen- und Karomaterial, Verwendung von Vorbildschnittbildern, automatische Bildung von Fixiergruppen, Berücksichtigung von Materialfehlern und Einlaufwerten. Auch kann aus verschiedenen Auslagevarianten wie gedoppelt oder Schlauchware gewählt werden.

Bei der Zusammenstellung eines Schnittbildes können Teile aus verschiedenen Modellen ausgewählt werden.

Zusätzlich zum Schnittbildprogramm ist auch ein Modul zur automatischen Optimierung von Schnittbildlegung erhältlich.