Häufig gestellte Fragen zum System GRAFIS (FAQ)

D. Fragen zu Plot- und Druckproblemen
D.1: Beim Plotten von sehr kurzen Schnittbildern auf HP-kompatiblen Tintenstrahlplottern wird das Bild um 90° gedreht ausgeplottet und erscheint nicht komplett. Was ist zu tun?

Dieses Problem tritt normalerweise nur in Version 8.00 bzw. in 8.01 bis zum Release 3 auf. Die Ursache ist eine Eigenart der HP-GL/2-Plotter. Die Ausrichtung der X-Achse erfolgt immer entlang der langen Bildkante. Damit erfolgt eine automatische Drehung bei zu kurzen Bildern.
Ab Release 4 gibt es in Version 8.01 eine Option, die das Problem ausgleicht. Aktualisieren Sie dazu ggf. Ihren Plottertreiber (HPGL2.PLT und ENCADJT2.PLT). In Version 8.00 kann das Problem nur durch einen speziell angepaßten Plottertreiber vermieden werden.
Melden Sie sich bei der GRAFIS-Hotline (oder per Email) und fragen Sie nach einem kostenlosen Update Ihrer Version bzw. nach dem entsprechenden Plottertreiber (siehe auch Z.1).

D.2: Das Plotten auf meinem Tintenstrahlplotter dauert extrem lange. Wie kann ich das beschleunigen?

Die meisten Tintenstrahlplotter bringen ihre eigenen Windows-Treiber mit. Falls über diese Treiber geplottet wird, wird das Bild in der Regel als Pixelgrafik zum Gerät übertragen, was gerade bei höheren Auflösung extreme Übertragungszeiten erfordert. Sollten Sie einen HP-GL/2-fähigen Plotter benutzen (ist bei den aktuellen Geräten fast immer der Fall), dann können Sie auch die GRAFIS-eigenen Plottertreiber benutzen. Mit dieser Option werden reine HPGL- (Vektor-)Bilder erzeugt, deren Übertragung in wenigen Sekunden erfolgt. Die Druckzeit des Gerätes kann durch eine reduzierte Auflösung und den Verzicht auf Farbe deutlich verkürzt werden. Entwurfsqualität reicht in den meisten Fällen völlig aus. Achten Sie daher beim Kauf des Plotters unter anderem auch darauf, daß man diese Optionen am Gerät oder mittels Treiber auch einstellen kann!

D.3: Beim Drucken meiner GRAFIS-Konstruktionen erhalte ich statt gestrichelter Linien nur durchgezogene Linien. Lediglich bei der Linienstärke 0 oder 1 kommt das Linienattribut korrekt heraus. Woran liegt das?

Unter Windows 95 und NT4.0 gibt es seitens des Betriebssystems keine Möglichkeit, dickere Linien mit Strichlinien-Attributen zu drucken. Erst ab Windows98 bzw. Windows2000 werden diese Optionen von den Druckertreibern unterstützt. GRAFIS kann ab Version 8 darauf zurückgreifen. Sollte das nicht funktionieren, wählt ab GRAFIS ab Version 8 für Linien mit besonderen Attributen automatisch die dünnste Strichstärke, so daß die Linien auf jeden Fall mit dem korrekten Attribut gedruckt werden.

GRAFIS bis Version 7 kann in keinem Fall stärkere Linien mit Attribut drucken.

D.4: Warum kann ich GRAFIS-Zeichnungen nicht in Farbe drucken? (bis Version 9)


Bis Grafis Version 9 ist das Drucken in Farbe bei der Ausgabe über Windows-Druckertreiber nicht möglich. Sollten Sie auf einem Plotter dennoch nicht auf Farben verzichten wollen, können Sie ihn per GRAFIS-Treiber mit Daten versorgen. Falls der Plotter mehrere Stifte hat, können Sie deren Anzahl im Plotter-Setup eintragen. Sie werden dann von GRAFIS automatisch benutzt.

Ab GRAFIS V10 stehen neben Schwarz noch fünf weitere Farben für die Ausgabe zur Verfügung.

D.5: Wie wird der GRAFIS-Plotmanager eingerichtet?

Der mit GRAFIS ab Version 8 ausgelieferte Plotmanager ist ein separates Programm für die Ausgabe von Plotdateien zum Plotter. Einen Hinweistext (als Word-Dokument) zur Installation und Einrichtung finden Sie hier:
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D.6: Sobald der GRAFIS-Steckerhardlock am parallelen Port installiert ist, funktioniert das Drucken nicht mehr (speziell bei HP-Druckern mit Scan- und Faxoption). Was kann man tun?


Die Treiber für den GRAFIS-Hardlock und einige HP-Drucker geraten in Konflikt, wenn sie beide auf den gleichen parallelen Port (z. B. LPT1:) zugreifen. Das läßt sich nur folgendermaßen beheben:

  • Es wird ein zweiter paralleler Port (LPT2:) in den PC eingebaut. Hardlock und Drucker können dann über getrennte Ports angesteuert werden. Dieses Vorgehen bietet sich insbesondere dann an, wenn noch weitere Geräte, wie z.B. Plotter betrieben werden sollen.
  • Der GRAFIS-Hardlock ist auch als USB-Stecker erhältlich. Somit bleibt der parallele Port für beliebige Geräte verfügbar.
  • Der GRAFIS-Hardlock ist auch als PCI-Einbaukarte erhältlich, die zusätzlich einen zweiten Parallelport (LPT2:) integriert hat. Auf diese Einbaukarte können außerdem intern noch weitere Steckerhardlocks gesetzt werden, die sonst außen am Gerät angeschlossen werden mußten (z.B. für weitere Hardlock-geschützte Programme wie den GRAFIS Autonester).

Ein mögliches Erscheinungsbild des oben genannten Konflikts könnte auch sein, daß der Hardlock im GRAFIS-Programm nicht erkannt wird, aber das Drucken normal funktioniert. Ggf. treten die Konflikte auch erst auf, wenn gedruckt werden soll oder wenn GRAFIS gestartet wurde.

D.7: Der Plotter (mit Windows-Druckertreibern) ist via Netzwerk für mehrere PCs freigegeben. Das Drucken funktioniert aber nur, wenn man den Windows-Treiber benutzt, die Direktausgabe funktioniert nicht (ggf. blinkt am Plotter kurz eine Kontrollampe, ...


Es ist problemlos möglich, mit zugewiesenen virtuellen Ports (LPT2: od. LPT3:) Daten auf im Netzwerk freigegebene Plotter zu schicken. Der freigegebene Plotter kann sowohl seriell, als auch parallel am Plot-Server angeschlossen sein. Die Verknüpfung von einem Client-Arbeitsplatz aus kann via Druckertreiber (Windows 95/98/ME) oder mit dem NET-Befehl ("net use lpt2: \servernameprintername") erfolgen.

Allerdings müssen Sie beachten, daß im Druckertreiber des Client-PCs die Option "Druckaufträge direkt an Drucker leiten" aktiviert ist. Sonst schaltet sich der Windows-Druckertreiber in die Datenausgabe ein und blockiert möglicherweise den Start des Druckauftrages. Kontrollieren Sie die oben genannte Einstellung in den Eigenschaften des Druckers (am Client-PC) und versuchen Sie es erneut.

D.8: Der Wild-Plotter, angeschlossen über die serielle Schnittstelle, läßt sich seit der Umstellung auf Windows XP nicht mehr ansteuern. Was könnte die Ursache sein?

Unter Windows XP scheint es auch Änderungen bei der Ansteuerung von Geräten via COM-Port gegeben zu haben. Bereits unter Windows NT4.0 und Windows 2000 war es u.U. nötig, für den benutzten COM-Port einen Druckertreiber ("Text only / Nur Text") zu installieren, damit die Ausgabe funktionierte. Die Einstellungen der Schnittstellenparameter (Baudrate, Daten- u. Stopbits, Parität sowie Protokoll) konnte aber in der DOS-Box erfolgen, wo die eigentlich Ausgabe stattfindet (siehe auch "Konfiguration des Plotmanagers", D.5). Die Einstellungen für die serielle Schnittstelle in der Systemsteuerung von Windows hatte auf die Kommunikation im Plotmanager keinen Einfluß. Unter Windows XP scheint dies nun offenbar anders zu sein. Hier wird die serielle Schnittstelle über die Systemsteuerung (Gerätemanager, oder ggf. über den installierten Druckertreiber "Text only / Nur Text") eingestellt. Sollte also die Einstellung der Schnittstellenparameter über das Konfigurationsprogramm des Plotmanagers keine Änderung bringen (fehlerhafte Ausgabe am Plotter, Plotter reagiert nicht, fehlende Elemente im Plot), sollte die Schnittstelle zusätzlich über die Systemsteuerung korrekt eingestellt werden.

D.9: Drucker / Plotter über USB oder an Netzwerkanschluß ansteuern


GRAFIS kann Plotdaten (z.B. HP/G-2) auch dann direkt an einen Plotter übertragen, wenn dieser mittels USB oder Netzwerk (IP-Adresse) angeschlossen wurde. Voraussetzung ist ein Druckertreiber, der für das Gerät installiert wurde. Bei modernen Tintenstrahlplottern werden ohnehin aktuelle Windows-Treiber mitgeliefert. Bei älteren Geräten oder fehlender Treiberunterstützung für das aktuelle Betriebssystem kann als Ersatz auch ein Treiber aus dem Windows-Lieferumfang genutzt werden. Hier bieten sich entweder "Hewlett-Packard" -> "HP-GL/2 Plotter" oder "Standard" -> "Text only (nur Text)" an. Ein derart installierter Druckertreiber kann später auch für die gemeinsame Nutzung im lokalen Netzwerk freigegeben werden.

In den Plottereinstellungen wählt man als Ausgabeziel ("verbunden mit") die Option "WINSPOOL:". Sobald die Dialogbox geschlossen wird, erscheint ein Auswahldialog, in dem der gewünschte Druckertreiber für das Gerät gewählt werden muß. Über diesen Treiber sendet GRAFIS dann seine eigenen Plotdaten an das Gerät.

Die Plottertreiber einiger Hersteller unterstützten diesen Datentransfer nicht. Beim Plotten erscheint dann eine entsprechende Fehlermeldung.

D.10: Keine geschnittenen Konturen auf Schneidplottern

In GRAFIS Version 10.00 gab es Probleme beim Ansteuern von Schneidplottern (Cutter) aus dem Konstruktionsprogramm. Trotz der Schnitteil-Kennung in der Teilearbeit, wurden nicht immer alle Konturlinien auch wirklich geschnitten. Teilweise wurden auch Linien mit der Kennung "geschnittene Linie" nur gezeichnet. Dieser Fehler ist mit Version 10.01 behoben.

Betroffene Anwender können über die Hotline ein Update anfordern.
D.11: Keine Textausgabe beim Drucken / Plotten

In Version 10.00 konnte es vorkommen, daß Texte in der Ausgabe komplett fehlen (auf allen Druckern oder Plottern). Für eine schnelle Abhilfe kann man in der Datei SETTINGS.INI den Eintrag SH_TEXT auf 1 sezen. Der Fehler wurde mit Version 10.01 (ab Release T) behoben.

Betroffene Anwender können über die Hotline ein Update anfordern.