IMB 2000 Köln

03.06.2000

Auf der IMB 2000 in Köln stieß unser Messestand wieder auf große Resonanz bei den Besuchern. Die Messe ist gleichzeitig auch Verkaufsstart für die neue GRAFIS-Version 8.

Bericht aus dem Messegespräch auf der IMB 2000
zwischen der BW und Prof. Dr. Claus Friedrich
(Wird voraussichtlich in BW 18/2000 - Ende September 2000 - veröffentlicht)

Grafis – Software Dr. K. Friedrich

Grafis war zum zweiten Mal mit einem eigenen Stand auf der IMB vertreten. Das System wird als besonders leistungsfähig, nach dem Konstruktionssystem organisiert und als besonders preiswert im Markt eingestuft. Da in den Vorankündigungen die Erweiterung von Grafis unter anderen mit einem industriell orientierten Schnittbild zum Komplettsystem hervorgehoben wurde, war die Besucherfrequenz nach Aussage von Prof. Dr. Claus Friedrich dieses mal besonders hoch. „Wir haben erfreulicherweise ein sehr reges Interesse und eine große Nachfrage hier festgestellt. Erstaunt waren die Gäste, dass bei diesem enormen Leistungsumfang des Systems ein solcher Preis dahinter steht. Mir wurde jeden Tag mehrfach – meistens zum Abschluß – die Frage gestellt, ob denn das alles wirklich in dem Preis enthalten und wo denn der Pferdefuß sei."

Die Gesamtstrategie von Grafis sei in der neuen Version 8.00 konsequent weiter verfolgt worden. Das bewährte Konstruktionskonzept sei weiter ausgebaut, verfeinert und qualifiziert worden, obwohl man für den leichteren Einstieg und Übergang von einem anderen System zu Grafis schon in der letzten Version auch ein Sprungwert-Gradierverfahren integriert hätte. Das neue Schnittbildsystem hätte seine Bewährungsprobe in der ersten Jahreshälfte bereits in der Beta-Version bei einem namhaften großen DOB-Kunden bestanden. Claus Friedrich erklärt weiter: „Mit Grafis-Version 8.00 - wie auch schon mit Version 7.00 - sind alle modernen Plotter ansteuerbar und auch Cutter, die über standardisierte Schnittstellen wie HPGL und/oder ISO-Schnittstelle verfügen. Grafis ist in seiner jetzigen Struktur für die Großindustrie, ebenso aber auch für kleine und mittlere Firmen bis in den privaten Bereich hinein, auch für Boutiquen, anwendbar. Um das System herum haben sich weitere eigenständige Produkte entwickelt. Besonders hervorzuheben ist eine CD-ROM—Lösung in der Form, dass auf jedem Rechner in der Welt, der über Windows verfügt, diese CD ROM eingelegt werden kann und vorbereitete Schnitte nach eigenen Maßen abgerufen werden können. Der Nutzer wird interaktiv geführt, kann seine eigenen Maße und Wünsche zur Gestaltung des Produktes eingeben. Die Grafis-Software ist auf dem entsprechenden Rechner nicht erforderlich sondern wird mit der CD-Rom als Hintergrundprogramm bereitgestellt. In dieser neuen Version ist in Grafis ein ProdukDatenManagement-System eingefügt worden, angepasst und integriert in die Struktur und Funktionalität des Systems."

Die in GRAFIS parallel nutzbaren Möglichkeiten, zu anderen Größen zu kommen - nach dem Konstruktionsprinzip und nach dem Sprungwertprinzip - können auch parallel ergänzend zueinander zur Produktrealisierung eingesetzt werden. Claus Friedrich: „Weitere Entwicklungen des Systems zielen auf Bekleidung nach Maß. Dabei geht man in Grafis von unterschiedlichsten Quellen zur Stellung der Maßbasis aus, z.B. Messen oder Erfassen der Maße per Hand, mit Spracheingabe und der Weiterentwicklung mit elektronischen Maßbändern. Vorgesehen sind Softwarelösungen zur Überprüfung der Richtigkeit der Maßeingabe und zur Erhöhung der Sicherheit für die Weiterverarbeitung in der Produktion. Gearbeitet wird an Lösungen der Gestalt, dass beratend vor Ort Produkte, wie Anzüge, Kleider interaktiv dargestellt, multimedial erläutert, ergänzt und schlussendlich auch geplant und kalkuliert werden können. Dabei geht man davon aus, dass diese Lösungen auch für Boutiquen, kleine und mittlere und große Firmen anwendbar sind.“

Claus Friedrich zum Markt in den nächsten Jahren: „Generell ist festzustellen, dass ein Trend zum Übergang auf die konstruktive Vergrößerung/Verkleinerung sichtbar wird, dass zunehmend mehr die Schnittentwicklung –ausgehend von der Massbasis –erfolgen wird und dass somit über die nächsten Zeiträume, über die nächsten Messen hinweg, mit Sicherheit die Bedeutung des Sprungwertgradierens weiter zurückgehen wird.“

WG

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